Weitere Namen: Spießkraut, Lungenblatt, Schlangenzunge, Königskraut, „König am Wegrand“: Das Wort Wegerich stammt aus dem Althochdeutschen, wega (Weg) und rih (König)
Bereits bei den Germanen war der Wegerich bekannt und während des gesamten Mittelalters eine hochgeschätzte Heilpflanze. Hildegard von Bingen setzte die Pflanze u. a. -als Einlauf verabreicht- als Gegenmittel bei Liebeszauber ein.
Pflanzenhöhe: 5 cm bis 50 cm
Blütenfarbe: unscheinbar
Blütezeit: Mai bis September
Standort: sonnig bis halbschattig
Bodenart: normal durchlässig, trocken
Verwendung: Küchenkraut (frische Blätter in Kräutersuppen und Bechamelsoße), Teepflanze, Heilkraut
Eigenschaften: mehrjährig, winterhart
Naturheilkunde: Tee (getrocknetes Kraut mit kochendem Wasser übergießen und 10 Min. ziehen lassen, abgießen), Sirup (Rezept siehe unten) oder Presssaft (wirkt antibakteriell) bei Katarrhen der Atemwege, Entzündungen im Mund-Rachenraum, appetitanregend, krampflösend, harntreibend. Die gekochte Wurzel (gut zerkaut) soll gegen Zahnschmerzen helfen. Zerstoßende oder zerkaute Blätter können als Erste-Hilfe-Maßnahme bei Wunden aufgelegt werden.
25 g Spitz-Wegerichblätter, 500 ml Wasser, 175 ml Wald-Honig
Frische Spitz-Wegerichblätter waschen, in einen Topf geben, mit Wasser übergießen und kurz aufkochen lassen. Die Abkochung 30 Min. ziehen lassen, absieben und das Spitz-Wegerichwasser so lange einkochen, bis es um die Hälfte reduziert ist. Danach die Flüssigkeit auf 40 °C abkühlen lassen (wenn Sie kein Thermometer zur Hand haben, machen Sie den Fingertest - handwarm), damit der Honig seine Wirkstoffe nicht verliert. Diesen rühren Sie jetzt in die Flüssigkeit ein, bis er vollständig gelöst ist. Den Sirup in Flaschen füllen und kühl und trocken aufbewahren.
Hinweis: Alle von Gartenzauber & mehr angebotenen Pflanzen sind ausschließlich für Zierzwecke bestimmt (Haftungsausschluss)! Die im Text genannten Heilanwendungen und Rezepte dienen nur zu Ihrer Information! Heilkräuter ersetzten nicht den Besuch beim Arzt! Auch die Einnahme von Heilkräutern kann schädliche Nebenwirkungen verursachen! Nehmen Sie niemals Heilpflanzen ohne Absprache mit Ihrem Arzt ein und lassen Sie sich umfangreich beraten!